Inklusionskonzept: 5. Nachteilsausgleich

Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und/oder Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die zielgleich unterrichtet werden, können durch einen Nachteilsausgleich mit gezielten Hilfestellungen in die Lage versetzt werden, ihre Fähigkeiten im Hinblick auf die gestellten Anforderungen nachzuweisen (Grundsatz der Chancengleichheit) (APO-SI § 6 Abs. 9; § 9).

Das Anspruchsniveau der Leistungsanforderung bleibt dabei erhalten und es gelten für alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Leistungsbewertungsmaßstäbe.

Die Aufgabenstellungen werden lediglich zeitlich, technisch, räumlich oder personell modifiziert.

Diese Nachteilsausgleiche werden von den Eltern beim Schulleiter beantragt und von diesem bis einschließlich Klasse 10 (ZP 10) genehmigt. In der EF / Q1 / Q2 – im Abitur müssen sie von der Bezirksregierung genehmigt werden [1].

Die Ausformulierung übernimmt in der Regel die zuständige Förderpädagogin in Absprache mit den Eltern, den Fachlehrern und dem Klassenlehrerteam.

Wichtig ist, diese Nachteilsausgleiche fortlaufend zu dokumentieren (s. IServ), sie werden in der Schülerakte verwaltet und jedes Schuljahr neu formuliert und den Bedürfnissen der Schülerin und des Schülers entsprechend verändert.
Alle Fachkollegen erhalten davon Kenntnis und müssen sich entsprechend daran orientieren und bei der Leistungsbewertung berücksichtigen.

[1] Vgl. Arbeitshilfe: Gewährung von Nachteilsausgleichen für Schülerinnen und Schüler und Schülerinnen und Schülerinnen mit Behinderungen, Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und/oder besonderen Auffälligkeiten in der SI, MSW NRW Dezember 2016, S. 3