Felix Fechenbach

Die Namensgebung „Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe“ im Jahre 1989 kann man als Sternstunde für die weitere Entwicklung unserer Schule bezeichnen. Dieser Name bedeutet nicht nur Gedenken an einen aufrechten Demokraten, der als Journalist einer lippischen Tageszeitung mutig den Nationalsozialisten Paroli bot, ihre Absichten entlarvte und dafür bereits im August 1933 sein Leben lassen musste. Der Name ist Programm für die schulische Arbeit geworden.

Lebenslauf

  • Am 28.1.1894 in Mergentheim geboren
  • Kindheit in Würzburg
  • Arbeit in Frankfurt, Entlassung wegen Streikteilnahme
  • Soldat im Ersten Weltkrieg
  • Mitarbeit in der bayrischen Revolution; Verurteilung wegen „Landesverrats“
  • Haft im Zuchthaus Ebracht
  • Verlagsredakteur in Berlin
  • Redakteur beim „Volksblatt“ in Detmold
  • „Auf der Flucht erschossen“ am 7.8.1933
  • Eines der ersten Opfer der Nazis

 

Die Detmolder Zeit 1929 – 1933

Während seiner Detmolder Zeit arbeitet er als Redakteur beim „Volksblatt“, für das er gut verständliche Leitartikel schreibt. Dabei zieht er den Zorn der Nazis auf sich, denn er erfindet die Figur des „Nazi-Jüsken“ und plaudert über ihn Interna der NSDAP aus.

Seine Werke

Nazi-Jüsken erzählt…Unter dem Namen „Nazi-Jüsken erzählt…“ veröffentlichte Fechenbach geheime Absprachen und parteiinterne Dinge der NSDAP. Ganz Lippe lachte über diese Geschichten und die Partei zerbrach sich den Kopf darüber, wer Fechenbach mit Informationen versorgte, da diese stets zutreffend waren.

Außerdem schreibt er eine Reihe von Erzählungen, Fabeln und Kindergeschichten:
– der Puppenspieler,
– Kasperl und der Polizist,
– Genossen Kasperle,
– Wie Kasperl ins Zeltlager kommt.

„Auf der Flucht erschossen“

Nach der lippischen Landtagswahl wurde ihm von den Nazis Redeverbot erteilt; am 11. März 1933 wurde er festgenommen und in so genannte Schutzhaft überführt.

Auf dem Transport in das KZ Dachau wurde Felix Fechenbach in der Nähe von Scherfede im Kleinenberger Wald zwischen Detmold und Warburg „auf der Flucht erschossen“.

Die Ermordung am 7. August 1933:

Felix Fechenbach
– muss aussteigen.
– wird aufgefordert seinen Informanten zu nennen.
– weigert sich.
– wird von mehreren Schüssen getroffen.
– bricht zusammen.
– wird ins Krankenhaus transportiert.
– stirbt dort ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen.

Felix Fechenbach wurde 39 Jahre alt.

Bilder von Felix Fechenbach finden Sie auf den Seiten der Jüdischen Literatur Westfalens.

Weitere Informationen zur Person gibt es bei Wikipedia.