Schulprogramm: Medienkonzept

Stand: Mai 2015

Vorbemerkungen

Die digitalen Medien verändern in einem raschen Tempo unsere Gesellschaft. Kompetenzen in der Nutzung der digitalen Medien stellen eine zentrale Schlüsselqualifikation dar, über die jede Schülerin und jeder Schüler beim Verlassen der Schule verfügen muss, um den gewünschten Platz in der Gesellschaft zu finden.

Als Medienkompetenzen lassen sich folgende Dimensionen benennen:

  • Auswählen und Nutzen von Medienangeboten
  • Gestalten und Verbreiten eigener Medienbeiträge
  • Verstehen und Bewerten von Mediengestaltungen
  • Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen
  • Durchschauen und Beurteilen von Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung im gesellschaftlichen Zusammenhang

Computer und Internetzugang sind mediale Multifunktionswerkzeuge, die die bisher in der Schule verfügbaren Medien – vom Buch über audiovisuelle Medien bis hin zur Tafel – ergänzen und erweitern. Das Medienkonzept einer Schule muss alle für den Unterricht geeigneten Medien in den Blick nehmen. „Traditionelle“ Medien sind jedoch seit längerem in der Schule vorhanden und ihr Einsatz im Unterricht ist erprobt und im Kollegium abgestimmt. Die vorliegende Version unseres Medienkonzepts konzentriert sich deshalb auf die Aufgaben, die mit der Integration der „neuen“ digitalen Medien verbunden sind.

 

Hard- und Software

Computer für den Unterricht gibt es in der Felix-Fechenbach-Gesamtschule seit 1983/84. Heute (Anfang 2015) verfügt unsere Schule über vier vernetzte Computer/Multimedia-Räume (mit 16, 15, 15 und 11 Arbeitsplätzen) mit Beamer und ein Selbstlernzentrum mit 8 Computern, gemeinsamem Datenserver und schnellem Internetzugang. Einer dieser Räume wird gleichzeitig als Arbeitsraum für die Oberstufe genutzt.

Für den Einsatz in beliebigen Unterrichtsräumen stehen Notebooks und tragbare Beamer zur Verfügung. Die Fachbereiche Musik, Kunst und Naturwissenschaften verfügen außerdem über fahrbare bzw. fest installierte, vernetzte Einheiten für ihre Fachräume, im Fachbereich Kunst zusätzlich zwei Laptops.

Der Zugang zu den Computerräumen ist für alle Schüler/innen nur unter Aufsicht einer Lehrperson gestattet. Schülerinnen und Schüler der Sek. II können in Freistunden auch ohne Aufsicht im Oberstufencomputerraum arbeiten, falls dieser nicht durch Unterricht belegt ist. Um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten, unterschreiben sie dafür einen Vertrag, in dem sie sich verpflichten, die Regeln zur Benutzung dieser Räume einzuhalten.

Außer den Computern für den Unterricht existiert im Schulgebäude noch ein Verwaltungsnetz mit Rechnern für das Sekretariat und die Schulleitung sowie Arbeitsplätzen im Lehrerzimmer.

 

IServ

Seit Anfang 2015 wird an unserer Schule IServ genutzt. Dieser Schulserver ermöglicht den Aufbau unseres pädagogischen Schulnetzwerks inklusive des Webportals IDesk. Jeder Schüler und jeder Lehrer hat dort einen eigenen Nutzeraccount sowie eine eigene Emailadresse. Der Mail und Dateizugriff kann darüber auch von zu Hause aus erfolgen. Weiterhin bietet IServ einen Kalender für alle am Schulleben beteiligten Gruppen. Damit steht der Felix-Fechenbach-Gesamtschule eine integrierte und mehrfach abgesicherte Kommunikationsplattform zur Verfügung.

 

Digitale Medien im Unterricht

An unserer Schule gibt es Grundbildung Informatik (GRIN) für alle Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen. Dort wird grundlegender Umgang mit Excel, Word und Powerpoint vermittelt. Im Projekt „Zeitung“ untersuchen alle Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs im Fach Deutsch die Vorgänge und Veränderungen bei der Produktion von Zeitungen und erstellen am Computer aktiv Zeitungsseiten.

Im Ergänzungsunterricht der Klassen 9 und 10 und in den Grundkursen der Sekundarstufe II stehen eher die Bereiche Programmierung, technischer Aufbau und Funktionsweise von Computern im Vordergrund.

In den letzten Jahren ist also zu diesem Lernen „über“ zunehmend das Lernen „mit“ den digitalen Medien hinzugekommen. Beim Einsatz von Computern als Arbeitsmittel im Fachunterricht spielt das Interesse an den Funktionsweisen von Rechnern eine untergeordnete Rolle. Hier dient der Computer lediglich als Mittel zum Zweck. Er kann immer dann sinnvoll eingesetzt werden, wenn sich mit seiner Hilfe Unterrichtsinhalte schneller lernen und besser veranschaulichen oder tiefere Erkenntnisse gewinnen lassen, als mit herkömmlichen Mitteln – kurz, wenn sich das Lernen damit verbessern lässt.

 

Nutzung digitaler Medien in den einzelnen Fächern (Download als PDF)

Bzgl. der Nutzung von digitalen Medien konzentriert sich die Grundbildung in der Schule auf die Schwerpunkte

  • Schreiben und Gestalten
  • Datenerfassung, Datenanalyse und Rechnen
  • Internetrecherche
  • Präsentieren

Sie deckt damit medial die Softwarewerkzeuge

  • Textverarbeitung
  • Tabellenkalkulation
  • Browser
  • Suchmaschinen
  • Präsentationsmedien

ab.

Die (Weiter-) Entwicklung dieser Grundbildung im Detail (Verknüpfung mit Unterrichtsinhalten, Unterrichtsorganisation einschließlich der Planung von Zeitressourcen, Fortbildungsbedarf durch schulinterne und schulexterne Kräfte) liegt in der Hand der damit befassten Fachgruppen.

Angesichts der Kernlehrpläne ist es ein zentraler Arbeitsauftrag für alle Fachkonferenzen, besonders geeignete Unterrichtseinheiten zu beschreiben, in denen auch digitale Medien sinnvoll eingesetzt werden. Auf diese Art und Weise soll das Lernen mit digitalen Medien in jedem Jahrgang fest verankert werden, und das möglichst so, dass im Laufe der Sek I-Zeit möglichst alle oben genannten Nutzungsschwerpunkte und Dimensionen von Medienkompetenz behandelt werden.