Schulprogramm: Schwerpunkte

Schwerpunkte

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (GG Art. 3, Absatz 3).

Das Leben und die politische Arbeit unseres Namengebers Felix Fechenbach geben genauso wie das Schicksal seiner Familie ein anschauliches Beispiel dafür, wie bedeutend Zivilcourage und Engagement für eine demokratische Gesellschaft sind. Als Sohn jüdischer Eltern am 28. Januar 1894 geboren trat er schon in jungen Jahren für Menschenrechte, Demokratie und Pazifismus ein. In Lippe erwies er sich 1932/33 als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten. Selbst als die SA ihn gefangen genommen hatte, blieb er seinen Überzeugungen treu. Er zahlte mit seinem Leben dafür – die Nationalsozialisten ermordeten ihn am 7. August 1933. Seine Frau und die drei Kinder konnten rechtzeitig in die Schweiz fliehen, von wo aus sie nach Kriegsende in die USA auswanderten.

Das Lebenswerk Fechenbachs ist Anlass für eine demokratische Werteerziehung, die u. a. gekennzeichnet ist durch Mitbestimmung, Gleichberechtigung und gewaltfreie Konflikt-lösungen. Ziele wie Partizipation, Toleranz und Verantwortung für sich und andere stehen hierbei wegbegleitend im Vordergrund und werden den Schülerinnen und Schülern in verschiedenen Jahrgängen und Zusammenhängen nahe gebracht. Die Wechselwirkung mit den weiteren Schwerpunkten wird hier besonders deutlich, vor allem im Bereich „Gemeinsames Leben und Lernen lernen“, „Begegnung mit Fremden und Fremdem“ und „Kulturelle Bildung entwickeln und fördern“. [Klicken Sie hier um mehr zu diesem Schwerpunkt zu erfahren.]

 

Eine demokratische Schulkultur ruft eine positive Lernkultur hervor, in der das Individuum wertgeschätzt wird. Deswegen hat das soziale Lernen in unserer Schule eine zentrale Bedeutung. Es umfasst den Erwerb bestimmter Kompetenzen zur Gewährleistung eines fairen Miteinanders im Schulbetrieb und darüber hinaus. Der Erwerb und die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen entfaltet die Fähigkeit, Dinge und Befindlichkeiten wahrzunehmen, kooperativ Kontakte zu knüpfen, kommunikationsfähig zu sein, Empathie zu empfinden, ebenso aber auch Diskretion wahren zu können und bedacht zu handeln. Wir verstehen das gemeinsame Leben und Lernen als Prozess, der flexibel gestaltet wird, um auf jeweils neue Bedingungen reagieren zu können. Durchgehend von Jahrgangsstufe 5 – 10 werden dem Alter angemessene Möglichkeiten zum Kompetenzerwerb angeboten.

Soziales Lernen soll eine Grundeinstellung ausprägen, die kontinuierlich gefördert wird. Die individuelle Wahrnehmung soll dahingehend geschärft werden, Vorurteile zu hinterfragen. Toleranz und Demokratie fördern hierbei das tägliche Miteinander, das den Einzelnen prägt und zum positiven gemeinsamen Leben und Lernen ermuntert.

Auch das tägliche Lern- und soziale Umfeld ist ein wichtiger Aspekt. Die Anlage des Unterrichts stellt sich flexibel auf neue Bedingungen ein, sodass z. B. projektorientiertes Lernen seinen festen Platz im Schulleben der FFG findet, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Gruppendynamik profitieren können.

Erfolgreiches soziales Lernen erzielt Kompetenzen, die das Miteinander und das Lernen prägen und fördern. Sozialkompetente Schüler sind dadurch besser befähigt, ihre Entwicklung zu reflektieren und zu formulieren, wofür sie einstehen.

Daraus resultiert eine Haltung der Toleranz und des Respekts gegenüber sich selbst und anderen, was einhergeht mit Kommunikations-, Kooperations-, Konfliktfähigkeit und der Bereitschaft selbstständig, eigenverantwortlich und auch im Team verantwortungsvoll zu handeln und zu lernen. [Klicken Sie hier um mehr zu diesem Schwerpunkt zu erfahren.]

SV – Arbeit

„Schule ist nicht nur Unterricht“ – Nach diesem einfachen Leitsatz gestalten die Mitglieder der Schülervertretung das Zusammenleben an unserer Schule. Es werden jahrgangsübergreifende Aktionen, wie Schulwandertage, Sportturniere und Wettbewerbe organisiert. Um das Gemeinschaftsgefühl aller Schülerinnen und Schüler an der FFG auch sichtbar zu stärken, werden zudem unsere Schulshirts durch die SV gestaltet.

Insbesondere für die Rechte aller Schülerinnen und Schüler und die persönlichen Anliegen einzelner Schülerinnen und Schüler macht sich die SV stark, sodass z. B. die Schülernachhilfe organisiert wird.

Das wichtigste Ziel der SV-Arbeit ist, dass Werte wie Respekt, Zivilcourage und Demokratie an unserer Schule nicht nur gelehrt, sondern in vielfältiger Weise gelebt werden.

 

Die Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe ist eine Schule für alle. Schon aufgrund dieser Heterogenität ist es uns wichtig, Toleranz zu schulen, Akzeptanz zu schaffen und gegenseitiges Miteinander zu fördern. Tolerant wird, wer Fremden und Fremdem begegnet. Unsere Schule bietet jeder Schülerin und jedem Schüler viele unterschiedliche und immer wiederkehrende Elemente, sich mit dem „Anderen“ auseinanderzusetzen. [Klicken Sie hier um mehr zu diesem Schwerpunkt zu erfahren.]

 

Die Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule werden bei der Planung und Gestaltung ihrer persönlichen Zukunft kontinuierlich unterstützt. Bereits im Abschnitt „Gestaltung der Schullaufbahn“ wird deutlich gemacht, dass die Felix-Fechenbach-Gesamtschule den Aspekt Lebensplanung von Anfang an im Blick hat. Mit einem sorgfältig strukturierten Übergangsmanagement werden die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in die Zukunft begleitet.

Zukunftsplanung und -gestaltung umfasst den beruflichen wie auch den privaten Bereich. Zum einen ist das Erlangen eines adäquaten Schulabschlusses, der den Zugang zum erwünschten Beruf ermöglicht, ein wichtiges Ziel. Andererseits gilt es die eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln, eine unverwechselbare Identität zu finden und die Fähigkeit zur Aufnahme und Gestaltung tragfähiger Beziehungen auszubilden. Beide Bereiche beeinflussen sich gegenseitig. [Klicken Sie hier um mehr zu diesem Schwerpunkt zu erfahren.]

 

„Die Leitfrage der Bildung für nachhaltige Entwicklung lautet…, wie wir verantwortlich im weltweiten Horizont und mit Rücksicht auch auf künftige Generationen leben können.“ (Schule der Zukunft)

Mit diesem Schwerpunkt beschreiben wir unsere umweltpädagogischen Aktivitäten im Zusammenhang der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Zukunft der Einen Welt kann nur gesichert werden, wenn die Interessen und Bedürfnisse der heute lebenden Menschen und die der zukünftigen Generationen weltweit in eine gerechte Balance gebracht werden. Die ökologischen, ökonomischen und sozialen Belange und Zusammenhänge sind deswegen so zu gestalten, dass sie verträglich sind mit dem Leitziel der Zukunftsfähigkeit. Das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung wird mit den anderen Schwerpunkten unseres Schulprogramms ebenfalls unterstützt.

Wir sensibilisieren unsere Schülerinnen und Schüler für diese Aspekte der Zukunftsfähigkeit und geben ihnen die Möglichkeit, individuelle Gestaltungskompetenzen zu entwickeln. [Klicken Sie hier um mehr zu diesem Schwerpunkt zu erfahren.]

 

Die Felix-Fechenbach-Gesamtschule ist eine gesundheitsorientierte Schule und verfolgt das Ziel, die Ansprüche einer guten gesunden Schule im (all)täglichen Miteinander zu realisieren. Wir verstehen Gesundheitsförderung und Schulqualität als zwei Seiten einer Medaille: Nur gesunde Schülerinnen und Schüler können erfolgreich lernen, nur gesunde Lehrerinnen und Lehrer können sich für ihre Schülerinnen und Schüler engagieren.

Gesundheit wird von der Weltgesundheitsorganisation definiert als ein „Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“. Gesundheitsförderung hat dementsprechend das Ziel, Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, ihre körperlichen, geistigen und sozialen Bedürfnisse befriedigen zu können, Krankheiten – soweit möglich – vermeiden zu können bzw. angemessen mit möglichen Erkrankungen umgehen zu können.

Ein gutes Schulklima und eine Atmosphäre von Wertschätzung sind wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiches, angstfreies Lernen in heterogenen Lerngruppen und bilden eine wichtige Grundlage psychischer Gesundheit. Gesundheitsförderung ist deswegen bei allen schulischen Aktivitäten zu beachten. [Klicken Sie hier um mehr zu diesem Schwerpunkt zu erfahren.]

 

„Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden.“ (Paul Auster)

Die Kultusministerkonferenz definiert kulturelle Bildung als „unverzichtbar“ für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Kulturelle Bildung bedeutet dabei nicht nur kulturelle Teilhabe und somit Partizipation am kulturellen Leben, sondern ist in diesem Rahmen konstitutiver Bestandteil allgemeiner Bildung. [Klicken Sie hier um mehr zu diesem Schwerpunkt zu erfahren.]