Abend des Faches Darstellen & Gestalten
(20.3. von Thomas Dohna in Leopoldshöher Nachrichten)
Leopoldshöhe (ted). Er ist in jedem Jahr ein Höhepunkt im Leben der Felix-Fechenbach-Gesamtschule. Die Jahrgänge sieben bis zehn zeigen, was sie im Fach Darstellen & Gestalten erarbeitet haben. Vier Jahre haben Schülerinnen und Schüler, die dieses Fach gewählt haben, gelernt, sich musisch auszudrücken. Sie üben, zu präsentieren, Szenen und Abläufe zu entwickeln, Kostüme und Bühnenbilder zu entwerfen und das Ganze dann auch aufzuführen, dieses Mal vor außergewöhnlich zahlreichem Publikum aus Eltern und Verwandten.
Alle Jahrgänge hatten sich unter dem Oberthema „Außer Kontrolle“ mit Themen aus ihrer unmittelbaren Erlebniswelt beschäftigt. Der siebte Jahrgang zeigte Szenen am und im Bus. „Ich bin die Bushaltestelle“, sagte eine Schülerin mit einem Bushaltestellenschild in der Hand. Drei Stühle repräsentierten die Sitzmöglichkeiten an einer Haltestelle. Nach und nach kamen Schülerinnen und Schüler auf die Bühne. Sie repräsentierten Fahrgast-Typen: die hektische Frau, den lesenden Fahrgast, die unruhige Frau und viele mehr.

Bild 1 Haltestelle von Thomas Dohna (Leopoldshöher Nachrichten)
Beim achten Jahrgang ging es um Konformität und den Abweichungen davon. Alle Darstellerinnen und Darsteller erschienen in schwarzen Hosen und weißen Oberteilen. Eine große Stuhlrunde im Halbkreis, auf den Stühlen bewegten sich alle gleich. Eine Darstellerin löste sich aus der Gruppe, setzte sich an den Bühnenrand und monologisierte. Später ging es um Fehlverhalten, wie verpasste Hausaufgaben. Eine Pause später erzählte der neunte Jahrgang seine Geschichte, in der die Gedanken außer Kontrolle geraten. Eine Darstellerin ganz in Weiß repräsentierte die Seele einer der Darstellerinnen, alle anderen in Schwarz reale Personen. Die Darstellerin bekommt mit, dass es eine Party gibt und fühlt sich übergangen. Die Gedanken beginnen zu kreisen: „Keiner mag mich“, „Ich bin nichts wert“, all das, was nicht nur Jugendlichen durch den Kopf geht, wenn sie das Gefühl haben, zurückgewiesen worden zu sein.

Bild 2 Mädchen am Bühnenrand von Thomas Dohna (Leopoldshöher Nachrichten)
In einer eindrucksvollen Choreographie stellten sie die bedrückenden Gedanken dar. Am Ende fasst sich die Jugendliche ein Herz und fragt, warum sie nicht zur Party mitkommen darf. Es stellt sich heraus, dass alle ihre Gedanken unnötig waren, denn die Einladung hat sie nur versehentlich nicht erreicht.

Bild 3 bunte Strahlen (Schwarzlicht) von Thomas Dohna (Leopoldshöher Nachrichten)
Im zehnten Jahrgang werden die komplexesten Aufführungen gezeigt. Hier ging es um Mobbing. In durchaus drastischen Szenen zeigten die Jugendlichen, wie Menschen niedergemacht, bekämpft und ausgeschlossen werden, nur zum Spaß und weil man es kann. Sie betteten die Geschichte in eine Art Märchen ein, an dessen Ende die Königskinder zusammenfinden und heiraten. Das Märchen kann als Hinweis darauf verstanden werden, dass Mobbing selten märchenhaft ausgeht.

Bild 4 Kasten auf Bühne von Thomas Dohna (Leopoldshöher Nachrichten)
Am Ende dankte der zehnte Jahrgang seinen Lehrerinnen und Lehrern für vier Jahre Unterricht in Darstellen und Gestalten, ein Dank, der offenbar von Herzen kam. Dank verteilten auch Schulleiter Thomas Friebertshäuser und der Didaktische Leiter Bernd Vornholt-Niehaus an die Lehrerinnen und Lehrer des Faches für die sehenswerten Einstudierungen und die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.
Den Beitrag selber findet man unter https://leopoldshoehernachrichten.de/2026/03/20/darstekken-und-gestalten/